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Gazprom und Sofia unterzeichnen letzten South-Stream-Vertrag

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Gazprom und Sofia unterzeichnen letzten South-Stream-Vertrag

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Der Bau der Gaspipeline South Stream ist gesichert. Drei Wochen vor dem geplanten Baubeginn haben die beteiligten Unternehmen die nötigen Investitionen freigegeben. In Sofia unterzeichneten der Chef des russischen Gaskonzerns Gazprom, Alexej Miller, und der bulgarische Regierungschef Bojko Borissow einen Vertrag über die Finanzierung des bulgarischen Abschnitts der Pipeline, der 540 Kilometer lang sein und rund 3,2 Milliarden Euro kosten soll. “Heute haben wir den letzten Investitionsvertrag mit Bulgarien für das South-Stream-Projekt unterzeichnet”, erklärte Gazprom-Chef Miller, “und ich will betonen, dass Bulgarien gemeinsam mit uns das Projekt initiiert hat. Dieser letzte Investitionsvertrag bedeutet, dass es jetzt eine Einigung auf beiden Seiten gibt, mit dem Bau zu beginnen.”

Die fast 1.500 Kilometer lange Pipeline kostet rund 16 Milliarden Euro. Sie führt durch das Schwarze Meer über Bulgarien, Serbien, Ungarn und Slowenien nach Italien. Ab 2015 sollen 63 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr durch die Röhre fließen. Gazprom hofft, den europäischen Markt damit zu dominieren. South Stream gilt als Konkurrenzprojekt zur geplanten Nabucco-Pipeline, die Gas aus Zentralasien nach Westen bringen soll und deren Bau von der EU unterstützt wird. Die Bauarbeiten für Nabucco sollen in zwei Monaten beginnen.