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Millionen Arbeitnehmer in Europa haben aus Protest gegen den harten Sparkurs ihrer Regierungen die Arbeit niedergelegt. In Spanien und Portugal behinderte ein Generalstreik den öffentlichen Verkehr. Auch in Griechenland, Italien, Frankreich und Belgien protestierten Beschäftigte gegen Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen. Zu dem Solidaritätstag hatte der Europäische Gewerkschaftsbund aufgerufen.

Am Rand der Proteste spielten sich in Italien, Spanien und Portugal auch schwere Krawallszenen ab. In Spanien wurden nach Angaben der Behörden 74 Menschen verletzt, darunter 18 Polizeibeamte. und mehr als 140 Streikende festgenommen.

In Lissabon, Portugal, wurden 50 Menschen verletzt.

Die angesprochenen Politiker blieben sparsam, auch mit Worten. Es müsse intelligent gespart werden, sagte Luxemburgs Ministerpräsident Jean-Claude Juncker, im Nebenberuf Chef der Eurogruppe, zu Gewerkschaftern. Man dürfe die Wirtschaft nicht kaputtsparen. Das Sparen geht weiter, meinte Spaniens Wirtschaftsminister Luis de Guindos. Wie auch die deutsche Bundceskanzlerin Angela Merkel:

“Wir werden uns natürlich mit den Argumenten auseinandersetzen. Das, was notwendig ist, müssen wir trotzdem tun: Verkrustete Arbeitsmärkte aufbrechen, mehr Menschen Chancen für Beschäftigung geben, an vielen Stellen auch flexibler werden, gerade jungen Leuten mehr Chancen geben. Und das werden wir auch in den Gesprächen mit den Gewerkschaften immer wieder deutlich machen.”

Endloses Sparen führe zu wenig oder keinem Wachstum sagte der Geschäftsführer des Internationalen Bankenverbands IIF, Charles Dallara, in Athen.

Hier legten Zehntausende Beschäftigte, vor allem Staatsbedienstete, für drei Stunden die Arbeit nieder. “Der Sparpakt schadet ernsthaft der
Gesundheit”, stand auf ihren Transparenten.

Mit Reuters, dpa

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