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In Irland ist eine 31 Jahre alte Frau gestorben, nachdem sich die Ärzte trotz lebensgefährlicher Komplikationen geweigert hatten, ihre Schwangerschaft abzubrechen.

Die Begründung, so die Familie: Bei dem Ungeborenen sei noch ein Herzschlag festzustellen. Später kam es zur Totgeburt. Die Frau starb nach der anschließenden Operation an Blutvergiftung.

James Reilly, Gesundheitsminister:

“Offensichtlich wird die Angelegenheit von den Gesundheitsbehörden (Health and Social Care) untersucht. Also sage ich nur das: Mein tiefstes Mitgefühl gilt der Familie.”

Sinead Ahern, Frauenrechts-Gruppe “Choice Ireland”:

“Jeden Tag, der vergeht, ohne dass die Regierung den ‘Fall X’ gesetzlich regelt, ist ein weiterer Tag, an dem die Rechte der Frauen verletzt werden. Und an dem Frauen in Gefahr geraten können.”

Die junge Frau indischer Abstammung war in der 17.
Schwangerschaftswoche, als sie wegen Komplikationen ins Krankenhaus
ging. Nach Angaben ihres Mannes hatte die Familie mehrere Male um einen Abbruch gebeten.

Das sei verweigert worden. Begründung: Irland sei ein katholisches Land. Er wolle nun gegen das Krankenhaus klagen.

Schwangerschaftsabbrüche sind in der katholisch geprägten Republik Irland grundsätzlich verboten.

Vor 20 Jahren hatte das höchste irische
Gericht in einem Grundsatzurteil festgelegt, dass bei Lebensgefahr für die werdende Mutter eine Abtreibung erlaubt ist. Ein Gesetz gibt es dazu bisher nicht.

Mit dpa

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