Eilmeldung

Eilmeldung

Keine Waffenruhe in Gaza - Israel mobilisiert 16 000 Reservisten

Sie lesen gerade:

Keine Waffenruhe in Gaza - Israel mobilisiert 16 000 Reservisten

Schriftgrösse Aa Aa

Im Gazastreifen gehen die Kämpfe trotz des Besuchs des ägyptischen Ministerpräsidenten weiter. Nachdem militante Palästinenser erneut Raketen nach Israel gefeuert hatten, schlug die israelische Luftwaffe zurück und attackierte, wie schon in der Nacht und am Morgen, mehrere Ziele im Gazastreifen.

Eine Moschee wurde getroffen, außerdem hatten es die Bomber auf das Haus eines Hamas-Chefs und auf das Innenministerium in Gaza abgesehen. Eigentlich hatte Israel für die Dauer des Besuchs aus Ägypten eine Waffenruhe angekündigt. Voraussetzung war aber, dass es keinen Beschuss aus Gaza gebe. Den gab es aber dann doch.

Auf palästinensischer Seite kamen bei den jüngsten Luftschlägen zwei Menschen ums Leben, darunter ein Kind. Damit stieg die Zahl der hier Getöteten seit Beginn der Auseinandersetzung vor zwei Tagen auf mindestens 21.

Israel hat Panzer an der Grenze zum Gazastreifen zusammengezogen und 16 000 Reservisten zu den Waffen gerufen. Noch ist unklar, ob eine Bodenoffensive gestartet wird.

Seit Beginn des neuerlichen Schlagabtauschs haben militante Palästinenser mehr als 400 ihrer Kassam-Raketen nach Israel gefeuert. Eine traf in Kfar Aza ein Haus, die Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Eine andere Rakete schlug in Aschdod in einen Parkplatz ein, verursachte aber nur Sachschaden. Gestern waren in einer grenznahen Stadt drei Israelis bei einem Kassam-Treffer ums Leben gekommen.

Gestern abend hatte der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu die israelischen Angriffe auf den Gazastreifen als “Verbrechen gegen
die Menschlichkeit” bezeichnet. Mit Massakern und Attentaten lasse sich im Nahen Osten kein Friede erreichen, so Davutoglu laut türkischen Medien. Israel habe den Gazastreifen in ein Gefängnis verwandelt, so der Minister.