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Lage im Nahen Osten spitzt sich zu

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Lage im Nahen Osten spitzt sich zu

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Der Nahe Osten steuert auf einen neuen
Krieg zu. Nach weiteren palästinensischen Raketenangriffen auf Tel Aviv schlug am Freitag erstmals eine im Gazastreifen abgeschossene Rakete bei Jerusalem ein. In beiden Städten heulten die Luftalarm-Sirenen. Opfer gab es Medienberichten zufolge nicht. Eine israelische Bodenoffensive im Gazastreifen wurde immer wahrscheinlicher.

Ägyptens Regierungschef Hischam Kandil sagte bei einem Besuch im Gazastreifen, die ägyptische Revolution werde alle Anstrengungen unternehmen und Opfer bringen, um diese Aggression zu beenden und einen langfristigen Waffenstillstand sowie Frieden in der Region zu erreichen und einen palästinensischen Staat mit Jerusalem als Hauptstadt zu schaffen. Auch im Westjordanland regt sich inzwischen Widerstand gegen die israelischen Angriffe auf den Gazastreifen. Die israelische Führung gab bekannt, alle wichtigen Zufahrtsstraßen zum Gazastreifen blockiert zu haben und zehntausende Reservisten einziehen zu wollen.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte, er sei glücklich, dass die meisten Regierungen der Welt die terroristischen Aggressoren und ihre zivilen Opfer nicht gleichsetzen würden. Israel werde sich selbstverständlich weiterhin besonnen und zurückhaltend verhalten und seine Bürger gegen den Terror verteidigen. In Ramallah protestierten zahlreiche Menschen gegen die israelischen Luftangriffe auf den Gazastreifen. Dabei wurden seit Ausbruch des gegenseitigen Beschusses mehr als 20 Menschen getötet, mindestens drei von ihnen Israelis.