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Nach Bohrinselunglück: Milliardenstrafe für BP

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Nach Bohrinselunglück: Milliardenstrafe für BP

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Der Ölkonzern BP muss an die USA viereinhalb Milliarden Dollar zahlen: Das ist eine erste Strafe für die Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko im Frühjahr 2010. Dabei geht es um die strafrechtliche Seite der Vorwürfe. Diese Einigung zwischen BP und der Regierung muss noch vom Gericht bestätigt werden.

Bei dem Unglück explodierte eine Bohrinsel; elf Menschen starben. Ein Vierteljahr lang lief ungehindert Rohöl aus dem Bohrloch am Meeresboden aus, mit schweren Folgen für die Umwelt.

Im Zusammenhang mit der Strafe bekennt sich BP nun schuldig am Tod der Arbeiter; die meisten anderen Anklagepunkte wurden fallengelassen.

Die beiden höchsten BP-Vertreter auf der Bohrinsel kommen nun allerdings noch vor Gericht. Dabei geht es um ihre Verantwortung für den Tod der elf Arbeiter. Dazu wird ein hoher BP-Manager angeklagt, weil er vor dem amerikanischen Kongress Angaben verheimlicht haben soll.

BP hatte 38 Milliarden Dollar für die Kosten der Katastrophe zurückgestellt. 14 Milliarden mussten die Briten schon an Reparatur- und Reinigungskosten zahlen, etwa für das Stopfen des Lecks. Neun Milliarden Dollar wurden an private Kläger ausgezahlt.

Mit der nun erzielten Einigung geht BP davon aus, dass die Rückstellungen nicht reichen und um fast vier Milliarden Dollar erhöht werden müssen.