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Nach tragischem Tod: Irische Regierung will Abtreibungsgesetz

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Nach tragischem Tod: Irische Regierung will Abtreibungsgesetz

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Die irische Regierung will beim Thema Abtreibung nun Rechtsklarheit schaffen. Mit der Ankündigung reagiert sie auf den tragischen Tod einer 31-jährigen Frau. Ärzte hatten ihr nach Schwangerschaftskomplikationen, trotz mehrfacher Bitten, einen Abbruch verweigert. Es kam zu einer Totgeburt, die Frau starb nach einer anschließenden Operation.

Vizeministerpräsident Eamon Gilmore sagte:
“Ich habe ganz klar gesagt, wir brauchen Rechtsklarheit in dieser Sache. Wir brauchen in diesem Land Sicherheit. Es dürfen in einem Krankenhaus in verschiedenen Situationen keine Zweifel aufkommen, die dann das Leben einer Mutter gefährden.”

Im katholisch geprägten Irland ist Abtreibung verboten. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hatte bereits vor zwei Jahren klare Regeln für den Schwangerschaftsabbruch verlangt. Am Mittwochabend forderten mindestens 2000 Menschen vor dem irischen Parlament in Dublin eine Reform der bisherigen Regelungen.