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Ägyptische Schüler sterben bei Zusammenstoß auf Bahnübergang

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Ägyptische Schüler sterben bei Zusammenstoß auf Bahnübergang

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Bei einem Verkehrsunfall in Ägypten sind mindestens 47 Schüler ums Leben gekommen. Die Kinder zwischen vier und acht Jahren starben, als ihr Bus auf einem Bahnübergang von einem Zug erfasst wurde. Auch der Fahrer und zwei weitere Erwachsene wurden getötet, mindestens 18 Personen verletzt.

Der Unfall ereignete sich am Samstagmorgen in der mittelägyptischen Stadt Manfalut, rund 350 Kilometer südlich von Kairo. Nach Angaben der Behörden haben einige der 60 Kinder an Bord überlebt.

Staatspräsident Mohammed Mursi wandte sich im ägyptischen Fernsehen an die Hinterbliebenen: “Ich habe beschlossen, die Generalstaatsanwaltschaft mit der schnellstmöglichen Aufklärung dieses schweren Unfalls zu beauftragen. Die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden.” Verkehrsminister Mohammed Raschad al-Matini reichte umgehend seinen Rücktritt ein.

Der marode Zustand der ägyptischen Bahnanlagen führt immer wieder zu schweren Verkehrsunfällen. Im Jahr 2002 verbrannten mehr als 360 Menschen in einem überfüllten Zug in der Nähe von Kairo. Vergitterte Abteilfenster hatten den Reisenden den Fluchtweg versperrt.