Eilmeldung

Eilmeldung

Menschenrechte: Merkel kritisiert Russland

Sie lesen gerade:

Menschenrechte: Merkel kritisiert Russland

Schriftgrösse Aa Aa

Mit deutlichen Worten hat die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einem Besuch in Russland die dortige Menschenrechtslage kritisiert. Gemeinsam mit Russlands Präsident Wladimir Putin nahm sie am Petersburger Dialog teil. Merkel äußerte sich u.a. zu den umstrittenen Haftstrafen für zwei junge Frauen der Punkband “Pussy Riot”:

“Ob man dafür zwei Jahre in ein Arbeitslager muss als junge Frau, das weiß ich nicht. In Deutschland wäre es auf jeden Fall so nicht gewesen. Und dass man darüber spricht, das ist doch jetzt noch nicht gegen Russland. Darüber kann man sich doch austauschen.”

Putin erwiderte: “Die deutsche Kanzlerin bezieht sich auf die Mädchen, die im Gefängnis sitzen, wegen ihres Auftritts in einer Kirche”, so Putin. “Aber weiß sie auch, dass das Mädchen zuvor eine Judenpuppe aufgeknüpft hatte? Und das sie gesagt hat, wir müssen diese Leute in Moskau loswerden. Wir können keine Leute unterstützen, die antisemitische Positionen zur Schau stellen.”

Nach Angaben deutscher Politiker handelte es sich dabei um eine Protestaktion gegen Antisemitismus. Die deutsch-russischen Beziehungen gelten derzeit als angespannt. Bei dem Treffen schlossen deutsche und russische Unternehmen zudem mehrere Verträge.