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Weg mit dem König? Regierungsfeindliche Proteste in Jordanien

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Weg mit dem König? Regierungsfeindliche Proteste in Jordanien

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Gegner der Regierung von König Abdullah II. haben erneut den Sturz des Staatsoberhaupts gefordert. Nach dem traditionellen Freitagsgebet versammelten sich Medienberichten zufolge mehr als 3000 Demonstranten im Zentrum der Hauptstadt Amman. Offenbar unbewaffnete Einsatzkräfte der jordanischen Polizei begleiteten die Demonstranten.

Seit Mittwoch kam es im ganzen Land zwischen Gegnern und Unterstützern der Regierung immer wieder zu gewaltätigen Auseinandersetzungen. Dabei wurde ein Jordanier getötet und 71 weitere Personen verletzt.

Die Regierung unter König Abdullah II. hatte zuvor die staatlichen Subventionen für Treibstoff gestrichen. Seither sind die Energiepreise um fast 50 Prozent gestiegen. Jordanien steckt inmitten einer Energiekrise. Im Vergleich zu seinen Nachbarstaaten verfügt das Land über wenig Bodenschätze, mehr als 95 Prozent des Bedarfs deckt Jordanien über Importe.

Offiziell hat König Abdullah bisher nicht auf die Proteste reagiert. Eine für nächste Woche geplante Reise nach Großbritannien wurde allerdings abgesagt.