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Angst vor Luftangriffen: Beschuss bremst Tourismus im Westjordanland

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Angst vor Luftangriffen: Beschuss bremst Tourismus im Westjordanland

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Die andauernden Luftangriffe zwischen Israel und den palästinensischen Gebieten bremsen den Tourismus im Westjordanland. In der Vorweihnachtszeit reisen traditionell besonders viele Touristen dorthin. Vor allem für die Palästinenser ist der Tourismus eine wichtige Einnahmequelle.

“In den letzten vier Tagen haben wir keine einzige Buchung erhalten”, erklärt Elias al-Arja, Vorsitzender des arabischen Hotelverbands. Die Hälfte aller Buchungen bis Ende November sei bereits storniert worden.

Wer Angst vor einer Eskalation der Gewalt zwischen Israel und der Hamas hat, sagt die geplante Reise ab und bleibt zu hause. Die Touristen vor Ort aber sorgen sich wenig, von Panik keine Spur.

“Wir haben von zu hause viele Textnachrichten und Anrufe bekommen, ob es uns auch gut ginge”, so ein italienischer Tourist. “Und ja: uns geht es prima. Ich denke zu hause haben die Menschen mehr Sorge als wir hier vor Ort.”

Neben Bethlehem und anderen Zielen im Westjordanland kommen viele Reisende natürlich auch nach Jerusalem. Jahrzehntelang blieb die Stadt von Angriffen verschont. Nun lies die Hamas erstmals wieder auf Jerusalem feuern.

Und doch fühlt sich dieser amerikanische Tourist sicher: “Ich hab gar keine Angst. Ich reise mit meiner Frau – sie war etwas irritiert, aber letztlich sieht doch alles sehr ruhig aus. Das Leben geht hier seinen gewohnten Gang, es ist ein wunderschöner Tag.”

Viele Kaufleute und Gastronomen denken wohl mit Schrecken an die israelisch-palästinensischen Auseinandersetzungen von 2005. Damals kam der Tourismus im Westjordanland für Monate zum Erliegen.