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Eurogruppe berät über Griechenland

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Eurogruppe berät über Griechenland

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Es geht wieder einmal um Griechenland: Die Finanzminister der Eurogruppe kommen an diesem Dienstag in Brüssel zusammen, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Im Vorfeld erklärte Jörg Asmussen, Mitglied des EZB-Rats, man solle vor allem die Finanzierung für die nächsten zwei Jahre planen. Eine Haltung, die bei IWF-Chefin Christine Lagarde auf Kritik stoßen kann – sie wünscht sich eine Gesamtlösung. Auch um die Frist für Athen gibt es Streit zwischen Lagarde und Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker. Dieser kann sich vorstellen, dem Land bis 2022 Zeit zu geben, Lagarde hingegen beharrt darauf, dass Griechenland seine Staatsschulden bis 2020 auf 120 Prozent des Bruttoinlandsprodukts drücken muss. Derzeit liegen die Schulden bei stolzen 175 Prozent, im Jahr 2013 werden sie sogar auf 190 Prozent des BIP ansteigen.

Das Parlament in Athen hat kurz vor dem Treffen der Minister weitere Reformen eingeleitet. Privatisierungserlöse sind damit dem direkten Zugriff der Regierung entzogen, zudem soll es eine striktere Kontrolle der öffentlichen Haushalte geben. Und schließlich sollen automatische Ausgabenkürzungen greifen, wenn Sanierungsziele mehrfach verfehlt werden.

In der griechischen Bevölkerung brodelt es weiterhin. Am Wochenende demonstrierten erneut Zehntausende Menschen gegen die Sparmaßnahmen. Griechenland wartet derzeit auf Auszahlung der nächsten Hilfstranche.