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Geiselnehmer verlangten 35 Millionen Euro von Berlusconi

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Geiselnehmer verlangten 35 Millionen Euro von Berlusconi

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Es klingt wie eine wilde Räuberpistole, ist aber so wohl passiert: Mitte Oktober wurde Giuseppe Spinelli, ein enger Vertrauter von Italiens Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi, gemeinsam mit seiner Frau in seinem Haus von Bewaffneten festgesetzt. Die Geiselnehmer verlangten 35 Millionen Euro von Berlusconi, im Gegenzug wollten sie die Spinellis freilassen und dem Cavaliere Dokumente übergeben, die ihm angeblich im Zusammenhang mit einem Korruptionsurteil helfen sollten.

Die ganze Geschichte wurde erst jetzt publik. Die Polizei hat sechs Tatverdächtige festgenommen, drei Italiener und drei Albaner. Jetzt gilt es für die Ermittler, die verworrene Geschichte mit ihren Zeitlücken zu entflechten. Der Polizeikommissar Alessandro Giuliano: “Das Wichtigste ist es nun für uns herauszufinden, was in den ersten 12 Stunden passiert ist. Was danach geschah, werden wir in einem zweiten Schritt untersuchen.”

Laut den Polizeiberichten drangen die Angreifer erst ins Haus ein, warteten einen Tag und zwangen Spinelli dann, bei Berlusconi anzurufen und das Geld zu verlangen. Dann gingen sie. Erst gut zwei Tage nach der Geiselnahme sagte der Anwalt Berlusconis der Polizei Bescheid. Was in der Zwischenzeit geschah, ist noch unklar.