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Obama in Myanmar: "Schwung für die Demokratisierung"

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Obama in Myanmar: "Schwung für die Demokratisierung"

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Als erster amtierender US-Präsident hat Barack Obama Myanmar einen Besuch abgestattet. In der Hafenstadt Rangun wurde er nicht nur von vielen begeisterten Bürgern, sondern auch von Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi. Auch US-Außenministerin Hillary Clinton war dabei. Obama sagte, er wolle mit seinem Besuch Impulse für die Reformen in der ehemaligen Militärdiktatur geben. Suu Kyi wiederum warnte davor, angesichts der Entwicklung im Land zu früh zu optimistisch zu sein.

Sie sagte: “Der schwierigste Moment bei jedem Übergang ist, wenn man glaubt, der Erfolg sei in Sicht. Dann müssen wir sehr vorsichtig sein, dass wir uns nicht von einem nur scheinbaren Erfolg hinters Licht führen lassen. Wir müssen darauf achten, weiter für einen wahren Erfolg für unser Volk und für die Freundschaft unserer beider Länder zu arbeiten.”

Obama versprach dem Land weiter Unterstützung, wenn die Reformen fortgesetzt werden. Er sagte: “Unser Ziel ist es, der Demokratisierung weiteren Schwung zu geben. Das umfasst den Aufbau einer glaubwürdigen Regierung und entsprechender Institutionen, die Schaffung eines Rechtsstaats, das Ende der ethnischen Konflikte und den Zugang der Menschen zu Bildung, Gesundheitsversorgung und wirtschaftlichen Chancen.”

Zuvor hatte Obama den Präsidenten des Landes, Thein Sein, getroffen. Dessen Reformen seien zwar erst der Anfang eines langen Wegs, so Obama, sie böten aber große Entwicklungschancen. Sein war unter der Militärjunta Regierungschef, hatte aber nach den Wahlen 2010 mit seinen Reformen überrascht.