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Obamas außenpolitischer Kurs gen Osten

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Obamas außenpolitischer Kurs gen Osten

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Der asiatisch-pazifische Raum hat nun Priorität in der amerikanischen Außenpolitik. Die Europäer müssen sich dahinter einreihen. Ob Angela Merkel, für die in knapp einem Jahr Wahlen anstehen, Präsident Obama noch in Berlin wird begrüßen können, bleibt fraglich. Erste Etappe des US-Präsidenten war Thailand, ein langjähriger Verbündeter der USA. Hier betonte der auf Hawai geborene und zum Teil in Indonesien aufgewachsene Obama seine ganz persönlichen pazifischen Bindungen. Und gegenüber der Regierungschefin Yingluck Shinawatra gekräftigte er ausdrücklich sein Interesse an der “Trans-Pazifischen-Partnerschaft”, worauf diese mit der Ankündigung reagierte, ihr Land werde sich an den Verhandlungen beteiligen. Elf Länder gehören zur “Trans-Pazifischen-Partnerschaft”. Die Bandbreite reicht von den Industriestaaten USA, Kanada, Australien, Neuseeland über Mexiko, Peru und Chile in Lateinamerika bis zu den Asiaten Vietnam, Singapur, Brunei und Malaysia.
Die Weltbank sagt Myanmar für 2013 7,6% Wirtschaftswachstum voraus. Das deutet auch auf neue Märkte für die US-Wirschaft hin.

Professor Thitinan Pongsudhirak von der Chulalongkorn- Universität schätzt ein:

“Bezogen auf die Interessen des privaten Sektors sehen die USA für sich wohl Nachholbedarf. Sie reihen sich derzeit ein hinter den Europäern, der ASEAN und China. Das wollen sie aufholen, besonders geschäftlich. Der Präsidentenbesuch wird sich für die wirtschaftlichen Interessen im privaten Sektor der USA als nützlich erweisen”

Der US-Präsident hat den aktuellen Staatsnamen Myanmar benutzt. Der einst von den britischen Kolonialherren geprägte Name Burma ist bei den 48 Millionen Einwohnern aus der Mode gekommen.

Die schätzen die Wirtschaftspartnerschaft, während die USA außerdem politisch daran interessiert sind, die das Land zu mehr Distanz gegenüber Nordkorea zu bewegen.