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Blut für Bauxit - Ruandas Griff nach Kongos Schätzen

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Blut für Bauxit - Ruandas Griff nach Kongos Schätzen

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Nach dem Vorrücken bewaffneter Milizen auf die ostkongolesische Stadt Goma verschärft sich der Ton zwischen der Regierung der Demokratischen Republik Kongo und dem Nachbarland Ruanda.

Die kongolesische Führung und Beobachter der Vereinten Nationen verdächtigen Ruanda, Drahtzieher der von Rebellen geführten Angriffe auf Goma zu sein. Dem östlichen Nachbarn könnte es hauptsächlich um die Bodenschätze jenseits seiner Grenzen gehen.

“Wir glauben, dass Ruandas Präsident Kagame in seinem Wahn vor allem das Eingreifen neutraler Truppen verhindern will. Denn nur so kann er seinen Krieg gegen uns fortführen”, so Lambert Mende, Sprecher der kongolesischen Regierung.

Ruanda begründet sein Eingreifen mit einer angeblichen Attacke kongolesischer Truppen auf die gemeinsame Grenze. Dabei sei Kinshasa von Einsatzkräften der UN unterstützt worden.

Die um Goma lagernden Bodenschätze, wie etwa Bauxit, werden vor allem zur Herstellung von Mobiltelefonen verwendet.