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FARC verkündet einseitigen Waffenstillstand

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FARC verkündet einseitigen Waffenstillstand

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Bei den Friedensgespächen zwischen den linksgerichteten Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (FARC) und der kolumbianischen Regierung in Havana haben die Rebellen eine zweimonatige, einseitige Waffenruhe angekündigt. Die Waffen würden vom 20. November bis zum 20. Januar 2013 ruhen, hieß es seitens der FARC.

Die kolumbianischen Regierung teilte indes mit, sie werde ihre Militäraktionen erst einstellen, wenn es eine endgültige Friedenslösung gebe. In Kolumbiens Hauptstadt Bogota betrachten die Menschen die Gespräche in Kuba mit verhaltenem Optimismus. Es ist das vierte Mal seiet 1984, dass FARC und Regierung versuchen, eine Friedenslösung zu finden.

Die FARC ist mit rund 9000 Kämpfern die größte und älteste Guerilla Südamerikas. Sie bekämpft den Staat seit 1964. Der Konflikt hat bisher mehr als 200.000 Menschen das Leben gekostet und Millionen Einwohner aus ihren Heimatregionen vertrieben. Der bislang letzte Friedensprozess war im Februar 2002 gescheitert.