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Frankreich beendet Kampfeinsatz in Afghanistan

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Frankreich beendet Kampfeinsatz in Afghanistan

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Elf Jahre nach Beginn des internationalen
Engagements in Afghanistan hat Frankreich seinen Kampfeinsatz am Hindukusch beendet. Die letzten französischen Truppen haben die ostafghanische Provinz Kapisa verlassen. Sie werden durch etwa
1000 US-Soldaten ersetzt. “Wir sind zwar ein wenig gestresst wegen unserer Abreise, aber trotzdem glücklich, dass wir gehen”, sagt ein französischer Soldat, “wir warten ja schon eine Weile darauf. Die letzten Tage sind immer die härtesten.” Ein anderer freut sich: “Ich werde meine Frau und meine Kinder wiedersehen und dann erst einmal in ein gutes Restaurant gehen.”

Die letzten 400 der vor Ort verbliebenen Soldaten machten sich nach einer Verabschiedungszeremonie von Nijrab aus in einem Konvoi auf den Weg nach Kabul. Jetzt sind ihre afghanischen Kollegen allein in der Region für die Sicherheit zuständig. Ein afghanischer Offizier meint, man werde die Franzosen vermissen, sie seien Freunde. Sie hätten an der Seite der Afghanen gestanden und mit ihnen gemeinsam Einsätze geleistet. Sie hätten außerdem Unterstützung aus der Luft geliefert.

In der Provinz Kapisa sind seit Beginn des Einsatzes im Jahr 2001 die meisten französischen Soldaten getötet worden. Insgesamt kamen in Afghanistan bislang 88 Franzosen um, 54 davon in Kapisa. Jetzt bleiben noch rund 1500 französische Soldaten im Land – allerdings nur für Logistik- und Ausbildungsprojekte.