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Jenseits von Goma - Militär flieht vor einfallenden Rebellen

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Jenseits von Goma - Militär flieht vor einfallenden Rebellen

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Entgegen ihrer Ankündigung haben Rebellen der Bewegung M23 nun doch weite Teile der ostkongolesischen Großstadt Goma erobert.

Zehntausende Einwohner sind nach Angaben von Hilfsorganisationen über die Grenze ins Nachbarland Ruanda geflohen. Auch die Truppen der Regierung haben Goma verlassen – allein die Soldaten der UN-Mission Monusco sollen die Bevölkerung nun vor gewalttätigen Übergriffen schützen.

“Präsident Kabila und seine Regierung lassen uns hier im Stich. Wir wissen nicht weiter. Die UN-Truppen nützen uns nichts, denn sie stehen nur da und sehen zu, wie die Rebellen die Macht übernehmen. Man hat uns verraten”, so ein aufgebrachter Einwohner von Goma.

Staatspräsident Joseph Kabila ist zu Krisengesprächen nach Uganda gereist. Er verdächtigt das Land zusammen mit Ruanda den Sturm der Rebellen auf Goma zumindest unterstützt zu haben. “Wir müssen Ruhe bewahren, auch wenn es schwierig ist”, so Kabila in einem Fernsehinterview. Die Demokratische Republik Kongo werde sich weiter vorbereiten und Truppen mobilisieren. Im ugandischen Kampala wird ebenfalls der Präsident von Ruanda, Paul Kagame, erwartet.

Die kongolesischen Rebellen und ihre Unterstützer könnten es auf die Bodenschätze im Osten des Landes abgesehen haben. Dort lagert unter anderem Bauxit, dass weltweit zur Herstellung von Mobiltelefonen gebraucht wird.