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Frankreich: Streit um UMP-Vorsitz geht weiter

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Frankreich: Streit um UMP-Vorsitz geht weiter

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Der Streit um den Führungsposten der französischen Oppositionspartei UMP geht weiter. Am Sonntag war Jean-Francois Copé mit 98 Stimmen Vorsprung zum Sieger erklärt worden, doch die Unterstützer von Ex-Premier Francois Fillon wehren sich. Bei der Auszählung seien die Resultate aus drei Überseewahlkreisen vergessen worden, sagen sie. Mit diesen Stimmen aber hätte Fillon gewonnen.

Copé sagte, das Ergebnis sei zwar verkündet worden, aber wenn Zweifel bestünden, könne man vor die Beschwerdekammer ziehen, er habe damit kein Problem.”

Zuvor hatte Copé damit gedroht, Fillon-Hochburgen auf Wahlbetrug prüfen zu lassen. Fillon schlug nun vor, dass Ex-Außenminister Alain Juppé Übergangsparteichef wird, um einen Weg aus der Sackgasse zu finden. Als hätte die Partei damit nicht schon genug Sorgen, so muss der vorige Parteichef und frühere Präsident Nicolas Sarkozy an diesem Donnerstag in Bordeaux vor Gericht erscheinen. Dabei geht es unter anderem um möglicherweise illegale der Milliardärin Liliane Bettencourt an die UMP.