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Jubel wie auch Skepsis über Waffenstillstand in Gaza

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Jubel wie auch Skepsis über Waffenstillstand in Gaza

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Die Palästinenser im Gazastreifen lassen ihrer Freude über den Waffenstillstand mit Israel freien Lauf – auch wenn Israel warnt, es könne jederzeit wieder die Angriffe aufnehmen und auch ausweiten. Viele teilen sicher die Ansicht ihrer Führung, dass die Waffenruhe eine schwere Niederlage für Israel darstelle.

Die Stimmung in Israel selber ist dagegen gedämpft: Jubelnde Menschenaufläufe findet man hier nicht. Bei vielen überwiegt die Skepsis – schließlich ist die letzte große Auseinandersetzung mit den Palästinensern gerade einmal knapp vier Jahre her.

“Es ist immer richtig, mit dem Kämpfen aufzuhören”, sagt ein Mann in Tel Aviv. “Ich fände es schön, wenn Nichtkämpfen mehr Gutes bewirkt als Kämpfen. Ich freue mich.”

“Ich weiß noch gar nicht”, meint eine junge Frau in Jerusalem: “Ich kann nur hoffen.”

“Es ist immer richtig, die Gewalt einzustellen”, sagt noch einmal ein Mann in Tel Aviv. “Ich wüsste nur gerne noch die Einzelheiten. Aber im Grunde bin ich für einen Waffenstillstand.”

Ob nun überschäumende Freude oder Skepsis gerechtfertigt waren, wird man erst noch sehen – womöglich aber wieder früher, als allen recht ist. Am Abend, kurz nach Inkrafttreten der Waffenruhe, zeichneten sich schon wieder Meinungsverschiedenheiten über eine Öffnung von Grenzübergängen ab, wie sie in dem Abkommen erwähnt wird. Auch mehrere Raketen wurden wieder vom Gazastreifen aus nach Israel abgefeuert.