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Keine weiblichen Bischöfe in Kirche von England

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Keine weiblichen Bischöfe in Kirche von England

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Die Frage spaltet die anglikanische Kirche von England schon seit Jahren. Jetzt wurde bei der Generalsynode in London darüber abgestimmt, ob künftig auch Frauen Bischöfe werden dürfen. Das Ergebnis: Der Vorschlag wurde abgelehnt. Die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit in allen drei Kammern des Kirchenparlamentes wurde nicht erreicht. Besonders bemerkenswert war, dass die Bischöfe und Geistlichen mit großer Mehrheit dafür waren. Die Ablehnung wurde durch die Laienvertreter herbeigeführt. Und die Mehrheit der Gegner einer Weihe weiblicher Bischöfe waren Frauen. Das kann die Geistliche Sally Hitchiner nicht verstehen:

“Diese Diskussion hat sich für mich so angefühlt, als ob hier nicht weibliche Bischöfe sondern weibliche Priester abgelehnt wurden. Und es tut weh das zu hören, wenn du dabei von weiblichen Priestern umringt bist.”

Und ihre Kollegin Rose Hudson-Wilkin meint:
“Ich kenne den, der mich ruft. Und dieser Ruf erreicht mich, unabhängig von all den Vorurteilen gegen Frauen.”

In den Schwesterkirchen der Anglikanischen Gemeinschaft, etwa in Neuseeland oder den USA, sind Frauen im Bischofsamt seit Jahren gang und gäbe. Ein neuer Anlauf für das Vorhaben in England ist nun nicht vor 2019 zu erwarten.