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Aufständische im Kongo fordern Gespräche mit Staatspräsident

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Aufständische im Kongo fordern Gespräche mit Staatspräsident

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Die Aufständischen im Kongo nisten sich ein: Sie lehnen es ab, die gerade eroberte Stadt Goma wieder zu räumen. Inzwischen haben sie auch die nahegelegene Stadt Sake eingenommen. Ihre Bedingung für einen Abzug ist klar: Sie wollen Gespräche mit Staatspräsident Joseph Kabila.

In Goma zieht erst einmal wieder das Alltagsleben ein. “Es ist traurig, dass die Regierung den Rebellen die Stadt überlassen hat”, sagt ein Einwohner; “aber hoffentlich wird alles bald wieder normal. Jetzt müssen wir mit ihnen leben, es muss ja weitergehen. Wir hoffen, dass alles gut geht.”

Goma liegt ganz im Osten der Demokratischen Republik Kongo, des früheren Zaire. Das Gebiet grenzt an Ruanda – den Nachbarn, dem Kongos Regierung vorwirft, er stecke eigentlich hinter der Rebellenbewegung, auf der Suche nach wertvollen Rohstoffen.

Die Regierungsarmee ist hier geschlagen. Die UNO-Truppen in der Stadt sehen sich nicht in der Lage und auch nicht in der Pflicht, in den Kampf mit den Aufständischen einzugreifen. Sie halten vorerst den Flughafen von Goma. Währenddessen sind schon wieder Zehntausende Menschen vor den Kämpfen auf der Flucht.