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Der Fall Bettencourt: Kein Anklageverfahren gegen Sarkozy

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Der Fall Bettencourt: Kein Anklageverfahren gegen Sarkozy

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Es war ein langer Tag für Nicolas Sarkozy.
Über 12 Stunden musste Frankreichs Ex-Präsident einem Untersuchungsrichter in Bordeaux im Fall Bettencourt Rede und Antwort stehen. Dann konnte er aufatmen: Es wird zunächst kein Anklageverfahren gegen ihn eingeleitet.
In der Spendenaffäre um die L’Oréal-Erbin Lilian Bettencourt wurde er letztlich als Zeuge mit Rechtsbeistand vernommen. Nach französischem Recht ein Zwischenstatus zwischen einem Zeugen und einem Beschuldigten.
Sarkozy wird vorgeworfen, für seinen Wahlkampf vor fünf Jahren hohe Bargeldbeträge von der Milliardärin angenommen zu haben. Auch danach soll er noch Finanzspritzen von ihr erhalten haben. Die Ermittler prüfen verdächtige Bar-Abhebungen in Höhe von insgesamt vier Millionen Euro.
Die 90-jährige leidet an Demenz, ist inzwischen entmündigt.
Sarkozy konnte bis vor kurzem nicht befragt werden, weil er als Präsident Immunität genoss.
Im Zuge der Affäre waren im Juli die Wohnung sowie Büros des Ex-Staatschefs durchsucht worden.
Er bestreitet alle Vorwürfe.