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Schlammschlacht um UMP-Spitze hält an

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Schlammschlacht um UMP-Spitze hält an

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Der Machtkampf um die Spitze der größten Oppositionspartei Frankreichs, der konservativen UMP, gerät immer mehr zur Schlammschlacht. Nachdem Jean-François Copé die von Manipulationsvorwürfen überschattete Urwahl denkbar knapp gewonnen hatte, wurde nun bekannt, dass die Ergebnisse aus drei Überseewahlkreisen bei der Zusammenrechnung der Stimmen vergessen wurden. Mit diesen hätte der frühere Premierminister François Fillon die Wahl gewonnen. Der erklärte nun aber den Verzicht auf den Parteivorsitz und forderte die Einrichtung einer Übergangsführung unter der Leitung des Ex-Premier- und Außenministers Alain Juppé. Sollte dieser Forderung nicht nachgekommen werden, will Fillon vor Gericht ziehen. Sein Gegner Copé denkt jedoch gar nicht daran, freiwillig von der Parteispitze zurückzutreten.
Der Kampf um den Parteivorsitz wird auch deshalb so erbittert geführt, weil der Sieger große Chancen darauf hat, als Kandidat für die Präsidentschaftswahl 2017 aufgestellt zu werden.