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Gipfelteilnehmer wollen sich mehr Zeit geben

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Gipfelteilnehmer wollen sich mehr Zeit geben

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Zum Abschluss des Gipfeltreffens waren die Teilnehmer bemüht, die großen Meinungsverschiedenheiten herunterzuspielen. Bevor sie Brüssel wieder verließen hiess es, man habe noch Zeit. Der schwedische Regierungschef Fredrik Reinfeldt zeigte sich davon überzeugt, dass eine gemeinsame Entscheidung der 27 möglich sei. Er fügte hinzu: “Wir brauchen weitere bilaterale Gespräche.

Diese bis Beginn des nächsten Jahres zu vertagen, ist nicht schlimm. Das Budget soll erst Anfang 2014 in Kraft treten, wir haben genügend Zeit.” Weniger konziliant war der Chef der Liberalen im Europaparlament, Guy Verhofstadt, der den Gipfel und die Debatten als lächerlich bezeichnete: Der EU-Haushalt pro Jahr betrage rund 140 Milliarden Euro, der jährliche Haushalt aller Mitgliedsstaaten aber belaufe sich auf 6 300 Milliarden Euro und betrage damit das Fünfzigfache.

Die Verhandlungen seien nicht ernstzunehmen. “Europas Politiker bemühen sich, die Dinge zu entdramatisieren und eine konstruktive Atmosphäre aufrechtzuerhalten. Mit dem voreiligen Ende der Verhandlungen wollte man einen Bruch mit Großbritannien vermeiden, zur Zeit zumindest”, schließt unsere Korrespondentin Margherita Sforza.