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Jetzt nennen sie Mursi "Pharao"

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Jetzt nennen sie Mursi "Pharao"

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Auf dem Tahrir-Platz in Kairo haben mehrere tausend Kritiker gegen die Justizpolitik von Ägyptens Präsident Mohammed Mursi protestiert. Liberale und linke Politiker warfen ihm vor, er benehme sich wie ein “Pharao”.

Vor dem Präsidentenpalast sammelten sich seine
Unterstützer – Islamisten und Salafisten.

Mursi hatte unter anderem dem Verfassungsgericht das Recht abgesprochen, über das von Islamisten dominierte Verfassungskomitee zu urteilen.

Anwaltsvertreter Sameh Ashour:

“Präsident Mohammed Mursi hat mit seiner Verfassungserklärung Unrecht begangen. Das ist ein voller Schlag gegen revolutionäre Rechte, die ihn schließlich an die Macht gebracht haben. Was er da versucht hat, ist eine volle Machtübernahme in den Institutionen des Landes. Was er da gemacht hat, ist schlimmer als unter Mubarak.”

Mursi hatte sich selbst das letzte Wort in praktisch allen politischen Fragen gesichert und
Generalstaatsanwalt Abdel Megid Mahmud entlassen, der ihm in den vergangenen Monaten mehrfach Paroli geboten hatte.

Das ägyptische Verfassungsgericht beschäftigt sich mit der Frage, ob das verfassungsgebende Komitee möglicherweise illegal ist.

Mit Reuters, dpa, AFP