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Kongo: Neue Allianzen in alten Gräben

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Kongo: Neue Allianzen in alten Gräben

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Im Kongo bekämpfen sich Regierungstruppen und Rebellen der M23-Bewegung. Die Gruppe um Tutsi-Generäle und andere Gegner der Regierung von Joseph Kabila hat die Städte Goma und Sake im Osten des Landes eingenommen.

In der Gegend flammen seit Jahren immer wieder Kämpfe auf, im Grunde stehen seit fast 20 Jahren Tutsi-Rebellen gegen kongolesische Regierungsstreitkräfte – sie werden der Kooperation mit Hutu-Milizen verdächtigt. Die hatten 1994 im Nachbarland Ruanda bis zu einer Million Tutsis und Gemäßigte niedergemetzelt.

Inzwischen machen sich auch die Menschen in der Hauptstadt Kinshasa Sorgen.

Samuel Myoco, Techniker:

“Unsere Regierung ist irgendwie so passiv. Eine Reform der Armee ist überfällig, um gegen eventuelle Angriffe gerüstet zu sein.”

- Angriffe, die längst voll in Gang sind.

Ngana Kana, Händler:

“Sogar hier in Kinshasa gibt es Leute, die unterstützen die M 23 – wir sind eben nicht einig, wir Kongolesen.”

Die demokratische Opposition um Etienne Tshisekedi beklagt Tod und Vertreibung unter der Zivilbevölkerung im Osten.
Präsident Joseph Kabila und seine Amtskollegen aus den Nachbarländer Uganda und Ruanda hatten die M23-Rebellen zum Rückzug aufgefordert.

Der Kongo zählt zu den rohstoffreichsten Ländern der Welt. Diamanten, Gold, Kupfer und Hightech-
Metalloxide liegen vor allem im umkämpften Osten.

Mit AFP, Reuters, dpa