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Ägypter wollen sich Revolution nicht nehmen lassen

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Ägypter wollen sich Revolution nicht nehmen lassen

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Die Proteste gegen die Machtausweitung des ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi gehen weiter. Hunderte Oppositionsanhänger harrten auf dem berühmten Tahrir-Platz in Kairo aus. Einige Teilnehmer beschwerten sich, sie seien in der Nacht vertrieben worden.

Die Protestierenden werfen Mursi einen Staatsstreich vor und verlangten seinen Rücktritt. Eine Teilnehmerin erklärte: “Wir sind hier, weil die Ziele der Revolution nicht umgesetzt wurden. Wir sind hier, denn sie haben sich entschieden, uns hier auf dem Tahrir-Platz sterben zu lassen.”

Am Donnerstag hatte der Präsident die Justiz praktisch ausgehebelt und den kritischen Generalstaatsanwalt gefeuert.

Ein verletzter Demonstrant unterstrich: “Wir haben drei Forderungen, bei denen sich alle Revolutionäre einig sind: die Absetzung des Innenministeriums, die Entlassung des Regierungschefs und die Auflösung des Verfassungskomitees.”

Fast alle Politiker außer den Islamisten hatten das Komitee, das die neue Verfassung ausarbeitet, aus Protest verlassen. Im Anschluss an die Proteste gegen den Präsidenten war es in der Nacht zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und Demonstranten gekommen.