Eilmeldung

Eilmeldung

Blauhelme überrannt - Ultimatum soll Kongo-Miliz stoppen

Sie lesen gerade:

Blauhelme überrannt - Ultimatum soll Kongo-Miliz stoppen

Schriftgrösse Aa Aa

Die kongolesische M23-Miliz soll sich innerhalb von 48 Stunden aus der Provinzhauptstadt Goma zurückziehen, sonst droht das militärische Eingreifen einer Regionaltruppe. Dieses Ultimatum setzten mehrere Staats- und Regierungschefs und Vertreter der Internationalen Konferenz der Großen Seen Afrikas (ICGLR) in der ugandischen Hauptstadt Kampala fest.

Die Miliz wurde im April von früheren Kämpfern der Tutsi-Rebellen im Kongo gegründet und wird von einem mutmaßlichen Kriegsverbrecher angeführt.
Der Rebellenführer Bosco Ntaganda nennt sich selbst “Terminator”.

Die Milizionäre kontrollieren die wichtigen Provinz-Städte Goma und Sake und haben einen Marsch auf die Hauptstadt Kinshasa angedroht. Die jüngsten Kämpfe zwischen der M23 und Regierungstruppen im rohstoffreichen Osten des Kongos hatten vor rund einer Woche begonnen.

Seit bald zwei Jahrzehnten gibt es in der Region Unruhen. Staatliche Ordnung existiert in den Provinzen entlang der Grenze zu Uganda und Ruanda kaum noch. Zehntausende Menschen sind seit Beginn der neuen Kämpfe auf der Flucht.

Goma ist das regionale Hauptquartier von fast 7000 UN-Blauhelmen. Ihr Auftrag – Schutz der Zivilbevölkerung vor bewaffneten Gruppen – wurde nicht erfüllt.

Mit Reuters, dpa, AFP