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Kinder in Nahost - die Bomben schweigen, das Trauma bleibt

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Kinder in Nahost - die Bomben schweigen, das Trauma bleibt

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Die Waffenruhe für Gaza hält.
Fischer dürfen wieder weiter auf See hinaus. Und Kinder nach acht Tagen der Luftangriffe zwischen dem Gazastreifen und Israel in die Schule.

Für manche war der Schultag allerdings schnell zuende – mindestens die Schule Al Shojaia in Gaza ist zum Teil nur noch ein Schutthaufen.

“Hurra, die Schule brennt?” – Ganz im Gewgenteil, meint der Leiter des UNESCO-Büros in Gaza. Viele Kinder könnten solche Bilder nur schwer verarbeiten.

Alexy Makhlof, Leiter des UNESCO-Büros in Gaza:

“Wir machen uns gerade erst ein Bild von der Lage. Aber das psychologische Trauma bei den Kindern ist sehr, sehr schwer hier in Gaza. Und das kommt immer wieder zurück. Es ist ein sehr traurige Geschichte. Jetzt muss man nicht nur die Gebäude wieder aufbauen, sondern auch die Seelen… “

Während der Angriffe hätten die Stress-Symptome bei Kindern und Jugendlichen deutlich zugenommen, so das Kinderrechte-Komittee der UNO. Hunderttausende palästinensische und israelische Kinder hätten die Bombenangriffe als Terror erlebt.

In den vergangenen 50 Jahren traumatisierten sich Palästinenser und Israelis im Schnitt alle sieben Jahre gegenseitig durch Kriege, bewaffnete Auseinandersetzungen und Intifadas.

Mit Reuters