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Piratenpartei kämpft um Comeback

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Piratenpartei kämpft um Comeback

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Die angeschlagene Piratenpartei kämpft um ein Comeback. Auf dem Parteitag in Bochum ringen die
mehr als 1800 Piraten um ihr Grundsatzprogramm, das zehn Monate vor der Bundestagswahl noch große Lücken aufweist. Die Partei war wegen Personalquerelen und schlechten Umfragewerten in die Krise geraten. Das soll nun der Vergangenheit angehören.

Bundesvorsitzende Bernd Schlömer: “Es ist auch an der Zeit, sich darauf zu besinnen, dass wir gemeinsam Politik machen wollen ohne einander zu beschimpfen, zu missachten oder zu ignorieren. Auch ich habe Fehler gemacht und dafür möchte ich mich bei euch entschuldigen.”

Die Partei legte nach ihrer Gründung 2006 einen kometenhaften Aufstieg in mehreren Bundesländern hin und wuchs auf 35. 000 Mitglieder. Mitglied Markus Bloch sieht darin einen Nachteil: “Der Boom der Piraten in den letzten zwölf Monaten, dreizehn Monaten hat uns eine Menge Karrieristen reingebracht. Wir sind zu schnell gewachsen. Wenn wir uns jetzt durch die mangelnde Wählergunst gesund schrumpfen, fänd ich das gar nicht schlecht.”

Die Piraten wollen erst im Frühjahr ihr vollständiges Programm vorlegen. Umfragen zufolge sind die Piraten für fast 80 Prozent der Deutschen keine Alternative zu den etablierten Parteien.