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Spannungen in Ägypten werden größer

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Spannungen in Ägypten werden größer

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Ägyptens islamistischer Präsident Mohammed Mursi gerät immer stärker unter Druck. Landesweit protestierten mehr als 100.000 Menschen gegen seine umstrittene Verfassungserklärung. Diese schränkt die Kompetenzen der Justiz stark ein.

Auch die Richter wehrten sich gegen ihre Entmachtung. Sie forderten die Aufhebung der Dekrete, durch die sich der Präsident fast uneingeschränkte Macht verschafft; einige traten in den Streik.
Oppositionsführer Mohammed El Baradei kritisierte, durch die Verfassungsänderung habe Mursi die Macht eines “Pharaos”.

Es bleibe kein Raum für einen Dialog, wenn ein Diktator unterdrückende, zu verabscheuende Maßnahmen durchsetze und danach sage, man solle sich entgegenkommen, erklärte El Baradei. Natürlich sei man offen für den Dialog, aber erst, sobald die Maßnahmen außer Kraft gesetzt seien.

Beide Seiten, die Gegner Mursis wie auch seine Anhänger, haben für Dienstag weitere Massendemonstrationen angekündigt. Letztere kritisierten, die Richter seien alle noch von Langzeitpräsident Husni Mubarak ernannt worden. Sie seien korrupt, deshalb wehrten sie sich gegen Veränderungen.