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Ägypten: Gericht könnte Mursis umstrittenes Dekret kippen

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Ägypten: Gericht könnte Mursis umstrittenes Dekret kippen

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In Ägypten gehen die Proteste gegen die Herrschaft von Präsident Mohammed Mursi weiter. Jetzt hat sich auch das Verwaltungsgericht zu Wort gemeldet. Es wolle am 4. Dezember entscheiden, ob die umstrittene Verfassungserklärung von Mursi überhaupt rechtmäßig ist oder ob sie aufgehoben werden muss. Mursi traf sich mit dem Obersten Richterrat, um über ein mögliches Ende der Krise zu beraten – und das, obwohl der Präsident verfügt hatte, dass seine Entscheidungen von Richtern nicht angezweifelt werden dürfen. Die Richter werfen dem Islamisten Mursi vor, er wolle die Unabhängigkeit der Justiz untergraben.

Unterdessen trug die Revolutionsbewegung 6. April einen jungen Mann zu Grabe, der am vergangenen Dienstag bei Zusammenstößen mit der Polizei verletzt worden, und am Sonntagabend gestorben war. Außerdem kam in der Nacht zum Montag ein 15 Jahre alter Islamist in der Provinzstadt Damanhur ums Leben, als das dortige Büro der Muslimbrüderpartei angegriffen wurde.

Bei den Protesten gegen Mursis Dekret, das ihn und das Parlament der Aufsicht der Justiz weitgehend entzieht, sind inzwischen mehr als fünfhundert Menschen verletzt.