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CO2-neutrale Schweinefarm

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CO2-neutrale Schweinefarm

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Besonders rosig riecht es nicht, was sich da so täglich ansammelt im Schweinestall. Doch der braune Saft hat Potenzial. Auf dieser australischen Schweinefarm mit über 20 Tausend Tieren wird die Gülle in der Biogasanlage wieder verwertet. Dies beschert dem Hof eine neutrale CO2-Bilanz. Das Projekt wird staatlich gefördert.
“Die von den größten CO2-Verursachern des Landes entrichteten Abgaben fließen in Projekte wie dieses, um saubere Energie zu erzeugen und die CO2-Belastung zu senken”, erläutert Mark Dreyfus
vom australischen Ministerium für Klimawandel und Energieeffizienz.
Nichts geht verloren auf der Schweinefarm. Die bei der Biogasgewinnung entstehende, überschüssige Wärme wird wieder zurück in den Stall geleitet, damit es die Tiere schön warm haben. Für den Landwirt bedeutet das zusätzliche Kosteneinsparungen.
Seit Mitte 2012 gibt es in Australien die CO2-Steuer. Verursacher müssen pro Tonne Kohlendioxid eine feste Abgabe von umgerechnet rund 18 Euro zahlen. Die Steuer soll die gesamte Unternehmenswelt dazu anregen, umweltschonender zu produzieren.
“Die Umwandlung von Methan aus Schweinegülle war eines der ersten Projekte, das bereits wenige Monate nach der Einführung funktionierte”, betont Dreyfus. Australien gehört zu den Ländern mit dem höchsten Pro-Kopf-Ausstoß an umweltschädlichen Emissionen. Ab 2015 soll die CO2-Steuer durch ein Emissionshandelssystem ersetzt werden. Die Europäische Union und Neuseeland verfügen bereits über ein solches System.