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Erneuter Anlauf zur Lösung der Griechenlandkrise

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Erneuter Anlauf zur Lösung der Griechenlandkrise

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Die Spitzen von Internationalem Währungsfonds und der Europäischen Zentralbank sind am Montag in Brüssel mit den Finanzministern der Eurozone zusammengetroffen. Es geht vordringlich um die Freigabe der nächsten Hilfszahlung für Griechenland in Höhe von rund 31 Milliarden Euro. Zweimal hatten sich Euro-Finanzminister und IWF in den vergangenen Wochen nicht einigen können.
EU-Finanzkommissar Ollie Rehn drängte auf eine Einigung:
“Griechenland hat seine Hausaufgaben gemacht, jetzt sind die Eurogruppe und der IWF
gefordert.”
Vor allem die Forderung des IWF, Griechenland weitere Schulden zu erlassen, war bei der Mehrheit der Eurogruppe auf Widerstand gestoßen.
Der französische Finanzminister Pierre Moscovici wollte bei seiner Ankunft einen Schuldenschnitt hingegen nicht ausschließen:
“Wir haben alle Möglichkeiten zur Auswahl, ein Konsens ist möglich, wenn man ihn denn will und alle vernünftig verhandeln.”
Euronews-Korrespondent James Franey:
“Ein weiterer Schuldenschnitt für Griechenland kann zwei Probleme bergen: erstens, wenn er zu entsprechenden Forderungen von anderen Krisenländern, etwa Portugals oder Irlands, führt, und zweitens bringt das den Hauptzahlmeister, Bundeskanzlerin Merkel, in politische Schwierigkeiten. Schwer vorstellbar, dass ihr das bei der ohnehin skeptischen deutschen Wählerschaft Stimmen zur Wiederwahl im kommenden Herbst bringt.”