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Frankreich: Verhärtete Fronten im UMP-Machtstreit

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Frankreich: Verhärtete Fronten im UMP-Machtstreit

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Im Streit um den Vorsitz der konservativen Partei UMP hat der französische Ex-Außenministers Alain Juppé aufgegeben. Er erklärte seinen Vermittlungsversuch für gescheitert.

Der frühere Fraktionsvorsitzende Jean-François Copé und Ex-Premier François Fillon liefern sich seit einer Woche einen Kleinkrieg, beide halten sich für den Sieger der Abstimmung.

Valérie Pécresse, die Sprecherin von Francois Fillon, erklärte, er habe alles getan und alle Bedingungen akzeptiert, damit die Vermittlung von Juppé gelinge. Jean-François Copé hingegen habe diese Vermittlung, auf die alle Anhänger der Partei gehofft hatten, abgelehnt.

Fillon will nun die Wahrheit über das umstrittene Wahlergebnis gerichtlich feststellen lassen.

Luc Chatel, der Sprecher von Jean-François Copé, warnte indes vor unheilbaren Wunden. Er rief Fillon dazu auf, die internen Regeln der UMP zu respektieren. Ein politischer Anführer, ein früherer Minister müsse wissen, wie wichtig die Einhaltung der Regeln sei.

Der Bruderkrieg könnte Experten zufolge das Ende der Partei bedeuten. Laut einer Umfrage sind 70 Prozent der Franzosen für eine Wiederholung der Wahl des Parteivorsitzenden.