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Regionalwahl: Rückschlag für Kataloniens Regierung

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Regionalwahl: Rückschlag für Kataloniens Regierung

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Der katalanische Ministerpräsident Artur Mas hat bei den vorgezogenen Regionalwahlen eine Schlappe erlitten.

Sein Plan sich die absolute Mehrheit zu sichern, um dann die Katalanen über die Gründung eines eigenen Staates abstimmen zu lassen, ist nicht aufgegangen. Mas und seine katalanischen Nationalisten (CiU) verloren sogar Sitze.

Mas räumte ein: “Wir haben die absolute Mehrheit, um die wir gebeten haben, nicht erhalten. Ich wollte diese absolute Mehrheit, um voranzukommen. Doch trotz des Ergebnisses und der schlechten Bedingungen, können wir diese Wahl feiern, denn wir haben mit einem sehr klaren Programm gewonnen und wir haben doppelt so viele Sitze wie die zweitstärkste politische Kraft.”

Als Koalitionspartner kommen eigentlich nur die katalanischen Linksrepublikaner (ERC) in Frage, sie sind ebenfalls für eine Loslösung von Madrid. Die Verhandlungen könnten allerdings schwierig werden, denn die Linksrepublikaner sind strikt gegen die von Mas eingeschlagene Sparpolitik.

Die konservative Volkspartei (PP) des spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy feierte das Wahlergebnis. Alicia Sánchez Camacho, die Anführerin der Volkspartei in Katalonien, erklärte:
“Die Separatisten sind gescheitert. Denn heute sitzen im Regionalparlament weniger Separatisten als vor zwei Jahren. Das ist es, was Mas erreicht hat.”

Die spanische Zentralregierung will die von den Katalanen angestrebte Volksabstimmung über die Gründung eines eigenen Staates mit allen Mitteln verhindern.