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Russland: Auseinandersetzungen wegen Gefängnismeuterei

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Russland: Auseinandersetzungen wegen Gefängnismeuterei

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Bei der Gefängnismeuterei in Russland ist es auch außerhalb des Geländes zu Auseinandersetzungen gekommen. Sonderpolizei trieb Angehörige und Freunde der Häftlinge auseinander, die sich dort bei starkem Frost versammelt hatten. Fast vierzig Menschen wurden festgenommen.

“Die hatten Masken und Helme auf und haben alle aus ihren Autos gezerrt”, sagt ein Mann hier. “Wir hatten ein Kind im Auto. Sie haben jeden mit Schlagstöcken verprügelt, egal wen.”

Die Unruhen fanden in Kopejsk im Südural statt, in der Nähe von Tscheljabinsk. Offenbar rund zweihundert Häftlinge machten vom Dach eines Gebäudes aus auf ihre Lage aufmerksam und
kritisierten so ihre Haftbedingungen.

Die Häftlinge verweigerten die Rückkehr in ihre Zellen, teilte ein Justizsprecher in Tscheljabinsk mit. Sie beklagten “Folter” und forderten die Freilassung von Insassen aus Einzelzellen, sagt er. Die Behörde werde aber auf “illegale Forderungen” nicht eingehen.

2008 war es in dem Gefängnis zu einer Revolte gekommen. Dabei prügelten Wärter vier Häftlinge mit Gummiknüppeln zu Tode.