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Französische Konservative: Die Fronten verhärten sich


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Französische Konservative: Die Fronten verhärten sich

Im Streit bei den französischen Konservativen verhärten sich die Fronten. Es geht um den Vorsitz in der UMP: Die Abstimmung unter den Mitgliedern brachte nur ein hauchdünnes Ergebnis – das der unterlegene François Fillon in Frage stellt.

Ein Schlichtungsversuch scheiterte gründlich: Jetzt will Fillon eine neue Abstimmung. Der Sieger der ersten Abstimmung ist natürlich dagegen: Das sei jetzt nicht der Augenblick für Bitterkeit, sagt Jean-François Copé, kein Augenblick, um zu sagen, wir brauchen eine Neuwahl. Jetzt gehe es darum, die Parteimitglieder wieder für den Kampf gegen die Linke zu gewinnen.

Eine parteiinterne Kommission hatte Copés Sieg gestern bestätigt – nun sogar mit einem Vorsprung von 952 Stimmen. Zuerst hatte er noch bei 98 Stimmen gelegen. Dann wurde aber klar, dass Stimmen aus Überseegebieten nicht gezählt worden waren. Fillon teilte mit, dann hätte er gewonnen, mit 26 Stimmen – von mehr als 170 000 insgesamt.

Fillon erkennt aber auch die Kommission seiner Partei nicht an und will deshalb die Wahl des Parteivorsitzenden vor Gericht anfechten – es sei denn eben, es kommt wie von ihm verlangt zu einer neuen Abstimmung. Diese Wahl will er innerhalb von drei Monaten haben, und sie soll von einer unabhängigen Kommission überwacht werden.

Im Parlament hat Fillon jetzt sogar eine eigene Gruppierung gegründet, wenn auch vorerst innerhalb der UMP-Fraktion – noch ist es also keine Abspaltung. Auch diese Gruppe will er aber in dem Augenblick auflösen, in dem sein Wunsch nach einer Neuwahl erfüllt wird.

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