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Geheimnisse des Universums im Europaparlament

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Geheimnisse des Universums im Europaparlament

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Als man im vergangenen Sommer im größten Teilchenbeschleuniger der Welt den sogenannten Higgs-Boson sichtete, wurde das als Entdeckung des Jahrhunderts gefeiert.
Grund genug für STOA, die wissenschaftliche Institution des Europaparlaments, die Väter des Higgs-Boson einzuladen, die seine Existenz vor 50 Jahren vorausgesagt hatten, darunter Professor Peter Higgs.
“Die Entdeckung dieses Partikels ist ja hoffentlich zugleich der Beginn zur Erforschung dessen, was jenseits des Standardmodells der Elementarteilchenphysik liegt. Um davon etwas zu finden, wird der Beschleuniger aber mit noch viel höheren Energien gefahren werden müssen, wenn man den überhaupt etwas finden kann”, so Higgs gegenüber euronews.
Der Large Hadron Collider ist Teil des europäischen Kernforschungszentrums CERN in Genf. 18 EU-Staaten plus Norwegen und die Schweiz bringen pro Jahr rund 850 Millionen Euro auf, um CERN zu finanzieren. Higgs-Boson-“Vater” François Englert macht sich Sorgen um die finanzielle Zukunft der Kernforschung in Europa:
“Wenn wir nicht auf lange Sicht fördern, dann laufen wir Gefahr, nur noch angewandte Forschung zu betreiben und im Grundlagenbereich nur noch die Ergebnisse von anderen zu kopieren.”
Den Higgs-Boson zu finden, war eines der ersten Ziele der drei Milliarden Euro teuren Maschine, aber bei weitem nicht das letzte, wie der Direktor des Forschungsinstituts, Rolf Heuer, gegenüber euronews erläutert:
“Wir haben fünfzig Jahre gebraucht, um die fünf Prozent zu verstehen, die das sichtbare Universum ausmacht. Jetzt müssen wir weiter gehen. Wir haben ein Programm für diese Maschine, das bis 2030 reicht und uns hoffentlich über die 95% des dunklen Universums Aufschluss geben wird.”
Die Geheimnisse des Universums… wir sind ihnen auf der Spur, vielleicht mehr denn je.