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OECD-Prognose: Zwischen Schreckens- und Horrorszenario...

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OECD-Prognose: Zwischen Schreckens- und Horrorszenario...

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Die Eurokrise steht im Mittelpunkt des Herbstausblicks der OECD: Sie bleibe, so heißt es darin, auch 2013 die größte Gefahr für die Weltwirtschaft. Das mögliche Szenario der Experten ist düster: Scheitert die Politik im Kampf gegen die Krise, würden sogar Wachstumsstaaten wie China in die Rezession stürzen, die globale Konjunktur würde einbrechen.

Schon jetzt ist die Lage prekär. Laut der OECD wird die Wirtschaft der Eurozone 2012 um 0,4 Prozent schrumpfen – eine Verschlechterung gegenüber der Mai-Prognose. Im kommenden Jahr erwarten die Experten erneut einen Rückgang der Konjunktur, erst 2014 soll es wieder ein Wachstum geben. Und OECD-Generalsekretär Angel Gurria wurde geradezu emotional: “Europa sollte gar niemanden retten, das hat man nicht nur nicht vorhergesehen, es war sogar verboten. Jetzt haben wir das korrigiert, wir haben eine Währungsunion installiert, aber davor haben wir keine Bankenunion und keine Fiskalunion geschaffen. Diese Lücken müssen wir jetzt nachträglich füllen und daher sage ich: Europa kann aus der Krise gestärkt hervorgehen, aber dafür sind mutige Entscheidungen nötig.”

Zudem fordern die OECD-Experten auch zusätzliche geldpolitische Maßnahmen – etwa eine weitere Absenkung des Leitzinssatzes durch die EZB.