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Milliardenhilfen für vier spanische Banken

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Milliardenhilfen für vier spanische Banken

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Die Wettbewerbsaufsicht der EU-Kommission hat den Sanierungsplänen für vier spanische Banken zugestimmt. Damit ist der Weg für direkte Finanzhilfen aus dem Euro-Rettungsfonds frei. Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia erklärte, die Pläne stellten sicher, dass die Banken bei ihrer Sanierung so wenig Steuergelder wie möglich einsetzen müssten: “Die EU-Kommission hat die Restrukturierungspläne für vier spanische Banken gebilligt. Insgesamt liegen die Finanzhilfen bei 37 Milliarden Euro. Das bedeutet, dass diese Banken mittel- und langfristig überlebensfähig sein werden, ohne weitere Unterstützung der öffentlichen Hand zu benötigen.”

Die Großbank Bankia soll mit 18 Milliarden Euro unterstützt werden. Drei weitere Institute erhalten Finanzhilfen in etwas geringerer Höhe. Sie müssen ihre Geschäfte einschränken, sich auf Darlehen für Privatkunden und kleine und mittlere Unternehmen konzentrieren, das Immobiliengeschäft aufgeben und die riskanten Interbankengeschäfte begrenzen. “Wir wissen, dass es nicht ausreichen wird, nur dem spanischen Bankensektor zu helfen”, meint allerdings ING-Experte Carsten Brzeski. “Das größte Problem in Spanien ist die schwere Rezession und die Tatsache, dass die Wirtschaft nicht wächst.”

Die größte spanische Bank Bankia kündigte bereits an, mehr als 1000 Filialen zu schließen und rund 6000 Stellen zu streichen. Schon im kommenden Jahr will das Institut wieder schwarze Zahlen schreiben.

Die Banco de Valencia ist ein Sonderfall: Sie kann nach Ansicht der Kommission auch mit Staatshilfen nicht auf eigenen Beinen stehen und wurde daher an die CaixaBank verkauft. Alle vier Institute hatten bereits Milliardenhilfen aus Madrid erhalten, kamen aber trotzdem nicht wieder in die Spur.