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Proteste in Ägypten: Präsident Mursi bleibt hart

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Proteste in Ägypten: Präsident Mursi bleibt hart

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Der ägyptische Präsident Mohammed Mursi zeigt sich von der Wut der Straße unbeeindruckt. Er will weiterhin an seinen umstrittenen Dekreten, mit denen er seine Macht ausgeweitet hat, festhalten.

In Al-Mahalla kam es zu Schlägereien zwischen Demonstranten und Anhängern der Muslimbruderschaft. Beide Seiten bewarfen sich mit Steinen und Brandbomben. Hunderte Menschen wurden verletzt.

In der Hafenstadt Alexandria stürmten Demonstranten das örtliche Hauptquartier der Muslimbruderschaft.

Viele Ägypter sind aufgebracht, sie sagen, Mursi verhalte sich wie ein Diktator. Er habe die Revolution gekapert und das wollen sie sich nicht gefallen lassen.

In der Hauptstadt Kairo versammelten sich mehr als 300.000 Menschen zu einer Protestaktion. Mursis Anhänger sagten ihre Demonstration ab, um die Situation zu entschärfen. Es kam dennoch zu gewaltsamen Zusammenstößen. Die Polizei nahm erneut zahlreiche Menschen fest. Die Sicherheitsbehörden feuerte auch Tränengas ab. Ein Demonstrant erstickte daran. Es ist bereits das dritte Todesopfer seit Beginn der Proteste.