Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Tarent: Tornado reißt Kran ins Meer, Kranführer verschwunden


Italien

Tarent: Tornado reißt Kran ins Meer, Kranführer verschwunden

Im umstrittenen italienischen Stahlwerk Ilva in Tarent hat ein Tornado schwere Verwüstungen angerichtet. Er zerstörte die Lager und weitere Teile auf dem Gelände.

Mehr als 20 Arbeiter wurden leicht verletzt, zwei mussten im Krankenhaus versorgt werden. Ein Kranführer blieb weiter verschwunden. Die Windhose hatte den Kran ins Meer gerissen, wo Taucher weiter nach dem Vermissten suchten.

Augenzeugen berichteten von Explosionen in dem Stahlwerk. Nach Angaben der Leitung war dort jedoch alles unter Kontrolle.

Schäden, die das Ilva-Werk derzeit gar nicht gebrauchen kann. Es wird von einem Umwelt- und Korruptionsskandal überschattet und musste deshalb Anfang dieser Woche teilweise schließen. In und um Tarent klagen die Menschen über Atemwegsbeschwerden, die Abgase des Werks sollen krebserregend sein.

Das Ilva-Stahlwerk beschäftigt mehr als 20.000 Menschen in einer von Arbeitslosigkeit gezeichneten süditalienischen Region, die nun teilweise auf der Straße stehen. Italiens Regierung will das Werk samt Arbeitsplätzen retten – bisher erfolglos. Ein Versuch, der durch den Tornado weiter untergraben wird.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

Nächster Artikel

welt

Arktisches Eis noch nie so klein