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OECD sieht für Spanien dunkelgrau

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OECD sieht für Spanien dunkelgrau

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Spanien wird nach Meinung der OECD nicht so schnell aus der Krise kommen. In ihrem Länderbericht für Spanien gehen die Experten davon aus, dass sich die Rezession im kommenden Jahr noch verstärkt; erst 2014 könnte die Wirtschaft wieder leicht wachsen. OECD-Generalsekretär Angel Gurria sagte, wichtig sei vor allem der spanische Arbeitsmarkt: “Es geht nicht darum, die Rechte der Erwerbstätigen zu beschneiden. Es geht nicht darum, irgendjemandem etwas wegzunehmen. Es geht einfach darum, Anreize zu bieten, damit Unternehmen wieder mehr Arbeitsplätze schaffen.”

Im laufenden Jahr erwartet die OECD, dass die Konjunktur um 1,3 Prozent schrumpft. Die Arbeitslosigkeit bleibt hoch, das Budgetdefizit wird voraussichtlich bei 8,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegen. Die OECD drängt nun auf weitere Schritte, vor allem auf eine rasche Abwicklung der nicht überlebensfähigen Banken sowie eine zügige Rekapitalisierung der überlebensfähigen Institute. Spaniens Finanzminister Luis de Guindos zeigte sich zuversichtlich. “Wir befinden uns in einem wichtigen Konsolidierungs- und Restrukturierungsprozess”, sagte er. “Gleichzeitig denken wir, dass der Finanzsektor in den nächsten Monaten, im nächsten halben Jahr das tun wird, was nötig ist. Das heißt, der Realwirtschaft zur Verfügung zu stehen.”

Neben dem problematischen Arbeitsmarkt ist auch die Binnennachfrage für Spanien ein Sorgenkind. Die Sparpakete hemmen die Konsumfreude der Menschen – die Umsätze des spanischen Einzelhandels sind seit längerem rückläufig.