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Skepsis angesichts des Rückzugs der M23

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Skepsis angesichts des Rückzugs der M23

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In der Demokratischen Republik Kongo haben die Rebellen nach eigenen Angaben mit ihrem Rückzug begonnen. Die M23 ist demnach dabei, Goma zu verlassen, das sie vor einer Woche eingenommen hatte. Ein entsprechendes Abkommen war in Uganda ausgehandelt worden. Zuvor hatten die Rebellen noch Bedingungen an ihren Abzug geknüpft.

Ein Kontingent der Rebellenbewegung M23 bleibe am Flughafen stationiert, das seien 100 Soldaten, erklärte ein Rebellenführer.

Im Konflikt im Osten des Kongo mit seinen großen Edelmetall-Reserven sind nach UN-Angaben an die 140.000 Menschen auf der Flucht. Dass die Rebellen nun einlenken, sorgt in der Regierung für Skepsis.

“Selbst wenn der Rückzug vor einigen Stunden angekündigt wurde, wird die Regierung erste Ergebnisse abwarten. Denn Mitglieder der M23 und ihre Unterstützer haben uns zu häufig getäuscht und falsche Versprechungen gemacht,” erklärte ein Sprecher in Kinshasa.

Die Rebellen werfen der Regierung vor, ein Abkommen aus dem Jahr 2009 zu verletzen. Dieses sah die Eingliederung der Rebellen in das kongolesische Militär vor. Trotz des angekündigten Abzugs gibt es keine Anzeichen dafür, dass die Rebellen ihren Aufstand beenden.