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Unter Lebensgefahr: Kriegsberichterstatter ausgezeichnet

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Unter Lebensgefahr: Kriegsberichterstatter ausgezeichnet

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Sie riskieren ihr Leben, um aus Kriegsgebieten zu berichten. Mit dem Rory Peck Award ehrt die gleichnamige Stiftung alljährlich freiberufliche Kameraleute für ihren Einsatz. Freiberufler, die die Fernsehsender mit Bildern von dort beliefern, wo es brennt. In diesem Jahr ging der Preis unter anderem an Alberto Arce und Ricardo Garcia Vilanova für ihre Reportage über Rebellen in der belagerten Stadt Misrata in Libyen.

“Wir haben genug davon, dass der Berichterstatter der Protagonist des Krieges ist”, erklärte Arce am Rande der Preisverleihung im British Film Institute. “Er ist nur ein Instrument, um die Idee und Motivation zu übermitteln, für die die Gefilmten zu sterben bereit sind. Wie kann da am Ende der Berichterstatter zur Hauptperson werden, anstelle derjenigen, die bereit sind zu sterben, um ihre Gesellschaft zu verändern?”

Der Preis ist nach dem Kameramann Rory Peck benannt, der 1993 beim Dreh in Moskau bei Straßenkämpfen ums Leben kam. Die Stiftung unterstützt die Freiberufler auch mit Sicherheitstraining und im Todesfall die Hinterbliebenen.

Arce berichtete auch für euronews. Heute hat er einen Job bei der Nachrichtenagentur AP – einem der Sponsoren der Stiftung…