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Israel bedankt sich für die Nein-Stimmen

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Israel bedankt sich für die Nein-Stimmen

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Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die wenigen Staaten, die gegen den Antrag der Palästinenser auf Beobachterstatus gestimmt hatten, gelobt. “Neun Staaten haben sich auf die Seite von Wahrheit und Frieden gestellt. Die Geschichte wird ihnen recht geben. Ihnen gebührt Dank”, so Netanjahu.

Viele Israelis sind resigniert und fühlen sich von der Weltgemeinschaft allein gelassen. Jossi Goldman aus Jerusalem sagt: “Die Palästinenser bekommen immer Recht. Wenn sie sagen, der Mond ist aus Schweizer Käse, dann stimmt die UNO dafür. Diese Abstimmung hat nur den Friedensprozess erschwert.”

Ira Imberman lebt in der israelischen Siedlung Efrat im Westjordanland. Er meint, das Ergebnis der Abstimmung sei eine Belohnung für den Terrorismus: “Die Palästinenser sind nun ihrem Ziel einen Schritt näher gekommen, den Staat Israel von hier verschwinden zu lassen. Sie wollen den jüdischen Staat zerstören und sich das nehmen, von dem sie glauben, das es ihnen gehört.”
Frank Balkan, ebenso aus Efrat, fürchtet die Konsequenzen der UN-Entscheidung: “Für Israel sieht es nun schlechter aus, denn die Palästinenser werden in Zukunft vor das Internationale Strafgericht ziehen, zum Beispiel bei der Frage der Siedlungspolitik.”

Deutschland hatte sich als enger Verbündeter Israels bei der Abstimmung über den Antrag der Palästinenser in der UN-Vollversammlung der Stimme enthalten. Die USA hatten dagegen gestimmt.