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Neue britische Pressekontrollbehörde umstritten

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Neue britische Pressekontrollbehörde umstritten

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Großbritannien soll eine neue unabhängige Behörde zur Regulierung der Presse erhalten. Doch das bringt neue Kontroversen. Premierminister David Cameron reagierte ablehnend und sieht die Pressefreiheit in Gefahr, der Liberale Nick Clegg sieht Vorteile und Probleme, während der Chef der Labour Partei Ed Miliband sagt, man müsse die Vorschläge von Lordrichter Brian Leveson akzeptieren. Dieser will eine neue Behörde zur Kontrolle der Medien einrichten. Ein Ergebnis der Untersuchungskommission, die nach dem Skandal um illegale Abhörpraktiken der Bouleveradzeitung News of the World eingesetzt wurde.

Opferanwalt David Sherborne forderte erneut eine klare Linie:
“Angesichts der überzeugenden und teilweise auch verstörenden Zeugenaussagen, die meine Mandanten zu ihren Erfahrungen mit der Presse gemacht haben, steht wohl außer Frage, dass eine starke und unabhängige Regulierung nötig ist. Die gewählten Politiker sollten jetzt ihre Versprechen halten und ihre persönlichen Beziehungen mit Eigentümern und Redakteuren außen vor lassen.”

Doch wer überwacht die Überwacher, fragt Euronews-Korrespondent Ali Sheikholeslami: “In der Öffentlichkeit wie in der Politik scheiden sich die Geister darüber, wie die Presse besser reguliert werden kann. Denn dies könnte das Leben der Briten in einer Weise verändern, die wir noch gar nicht absehen können.”